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Aufbau eines Dokumentationssystems

z.B. nach ISO, British Standard oder ITIL

 

Vorstände und Geschäftsführer haben bei Ihrer Geschäftsführung die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Kaufmannes anzuwenden. Hierzu sind sie bereits seit Einführung des Aktiengesetzes gesetzlich verpflichtet (§93 Abs.1 AktG). Zu diesen Sorgfaltspflichten gehört neben der Festlegung der Unternehmenspolitik auch die Implementierung der zugehörigen funktionsfähigen Unternehmensüberwachung.

Mit dem bereits im Mai 1998 verabschiedeten Artikel-Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) werden Unternehmen u.a. verpflichtet, ein Überwachungssystem zur Früherkennung existenzgefährdender Entwicklungen einzurichten. Damit wurde die Verpflichtung der Geschäftsführung gesetzlich konstituiert, ein unternehmensweites Risikomanagement zu implementieren.

Mit dem KonTraG wurden die Unternehmen außerdem verpflichtet, im Lagebericht zu den Risiken der künftigen Geschäftsentwicklung Stellung zu beziehen. Diese Anforderung ist ohne ein Risikomanagementsystem nicht erfüllbar. Versäumnisse bei der Einrichtung eines solchen Risikomanagementsystems können bei prüfungspflichtigen Unternehmen zu einem Versagen des Bestätigungsvermerks führen. Damit wären beispielsweise Gewinnausschüttungen oder Kreditaufnahmen bei Banken unmöglich.

Zudem sind die Geschäftsführer/Vorstände im Schadensfalle den Anteilseignern persönlich schadensersatzpflichtig.

Nach dem (KonTraG) ist jede Kapitalgesellschaft nicht nur zu einem Risikomanagement verpflichtet, sondern die Geschäftsführer/Vorstände haften persönlich für Schäden, die aus bekannten Risiken und damit fahrlässig verursacht werden. Zu dieser Kategorie gehören z.B. auch Netzausfälle, die aus fehlender oder unvollständiger Dokumentation von Leitungsführungen bzw. Veränderungen an Leitungsführungen resultieren (Britische Standard 7799).

Die Prüfung von IT-Systemen auf ihre Sicherheit ist ein aktuelles und wichtiges Problem. Bisher fehlte eine objektive Prüfgrundlage, die es ermöglichte, die IT-Sicherheit an einem vorgegebenen Standard zu beurteilen. Der British Standard 7799 (BS 7799) – in der jetzigen Form der Öffentlichkeit im April 1999 vorgestellt – ist eine internationale Norm, die der begutachtenden Wertung der Sicherheit von IT-Systemen dient. Im Gegensatz zu anderen Wertungssystemen hat der BS 7799 das Hauptziel, einen Prüfstandard für das Management der IT-Sicherheit zu liefern. Dies bedeutet, dass nicht jede einzelne Anwendung, jedes einzelne Subsystem oder jede Datei auf das spezifische Risiko, hervorgerufen durch Bedrohungen und/oder Risikopotential abgeprüft wird, sondern dass vielmehr untersucht wird, welche Schwächen ein System hat und wie IT-Sicherheit gehandhabt wird, gemanagt wird.

Checklisten zur Sicherheitsanalyse für das Unternehmen, aber auch für Partner und Lieferanten, führen zu einer kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit von Informationsprozessen. Im Sinne des Risikomanagements ist die Einführung von Balanced Score Cards eine praktikable Lösung, um Prozesse über die Werthaltigkeit zu priorisieren.

Fokussiert man die Betrachtung der Security auf IT- und TK-Netzwerke, fallen zunächst schwerpunktmäßig Themen wie dynamische Überwachung des Netzes in Bezug auf  

  • Qualität
  • Verbindungsleistung
  • Fehlerbehebung
  • automatische Konfiguration von Komponenten
  • Nutzungsmissbrauch

Verstärkt durch die Ereignisse des 11. September 2002 wurde vielen Unternehmen verstärkt ins Bewusstsein gerückt, dass es nicht nur um das logische Netzwerkmanagement und dem Zugriffsschutz geht, sondern auch um das physikalische Netzwerkmanagement. Damit ist Verwaltung aller übertragungsfähigen Komponenten der Telekommunikations- und Datennetze gemeint. Dadurch, dass sich logische Übertragungsstrecken nicht mit der physikalischen Realität decken – und das gilt verstärkt unter dem Aspekt von redundanten Leitungswegen und in sehr großen, komplexen Netzwerken – führt dies zu einer möglichen Verquickung von Fehlerquellen.

In einem Workshop werden folgende Themen behandelt:

  • Darstellung der Sicherheitsrisiken
    • Fallbeispiele
    • Identifikation und Klassifizierung von Informationen und Informationsträgern
    • Erarbeitung und Bekanntgabe von Sicherheitspolitik und –zielen
    • Aufstellung und Pflege eines Risikoinventars
    • Unternehmensorientierte Risikoanalyse und –bewertung
    • Einführung eines Risikomanagementprozesses
  • Rechtliche Grundlagen
    • Gesetzliche Grundlagen der Haftung der Geschäftsführung/Vorstände
    • KonTracGesetz
    • Bundesdatenschutz
    • Basel II
  • Vorstellung des BS 7799-Standards
    • Informationssicherheitsmanagement nach BS 7799-2:2002
    • Einführung eines ISMS nach BS 7799-2:2002
    • Ansatzpunkte und Beispiele zur Integration in ein bestehendes Managementsystem
    • Erfolgsfaktoren für die Einführung
  • ITIL
    • Informationssicherheit nach ITIL
    • Einführung von ITIL
    • Erfolgsfaktoren für die Einführung
  • Fokussierung auf die Netzwerke
    • Bedeutung der Migration von computergestützten Anwendungen für den Netzbetrieb
    • Reduzierung der Kosten des Netzbetriebs
  • Controllingwerkzeuge
    • Balanced Score Cards
    • Systemaudits
    • Bewertung des Managementsystems (Managementreviews)
  • Marktbetrachtung

Hat dieses Seminar Ihr Interesse geweckt? Ich stehe Ihnen gerne für Ihre Fragen zur Verfügung.

   

 

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            Stand: 25.03.06